Marion Schrader als internationale Kampfrichterin bei Poomsae-Weltmeisterschaft

Vor vier Jahren erhielt Marion Schrader (TC Donau-Lech-Iller) als erste Frau in Deutschland die internationale Kampfrichter-Lizenz im Formenbereich. Seit dieser Zeit hat sie schon an vielen internationalen Turnieren, beispielsweise bei den British Open und den Austrian Open. als Referee teilgenommen. Der Weltverband „World Taekwondo“ hat sie als Referee für die Weltmeisterschaft in Taiwan eingeladen. 

Vom Weltverband wurden internationale Referees aus allen fünf Kontinenten eingeladen. Während der Weltmeisterschaft wurde immer darauf geachtet, dass für jede Fläche immer Referees aus mindestens vier Kontinenten eingeteilt wurden.

Wir haben natürlich auch Marion Schrader gebeten, uns ihre Eindrücke von und über die Weltmeisterschaft zu schildern.  

„Das Niveau der Weltmeisterschaft als auch die Teilnehmerzahl ist im Vergleich zur WM vor zwei Jahren weiter angestiegen. Es war eine Rekordbeteiligung von über eintausend Sportlern aus 58 Nationen.

Sowohl bei den klassischen Formen als auch im Freestyle war in den Finalrunden ein unglaublich hohes Niveau zu sehen. Im Freestyle gab es erstklassige Leistungen sowohl im technischen Bereich mit z.B. bis zu fünf gesprungenen Apchagis oder Spinning Kicks über 900 Grad als auch in der Präsentation mit ausgefeilten Choreographien.

Kampfrichter von allen Kontinenten waren eingeladen. Es war ein super Team und es gab eine hohe Übereinstimmung der Wertungen (ich spreche für die Klassen, bei denen ich gewertet habe). Keine leichte Aufgabe, da gerade im Finale die Sportler teilweise nur ein Wimpernschlag trennte.

Die Tage waren lang, um die große Anzahl an Athleten und Klassen bewältigen zu können. Trotz der Anstrengung hat mir hat die Meisterschaft sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte viele neue Eindrücke bezüglich des internationalen Turniergeschehens im Poomsae Bereich gewinnen und es war eine tolle Erfahrung.“