Militär-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro

Bei der auf sechs Tage angesetzten Militär-Weltmeisterschaft gingen in Rio de Janeiro die Sportsoldaten und -soldatinnen aus 24 Nationen an den Start. Deutschland reiste mit 13 Sportsoldaten der Sportfördergruppe Sonthofen nach Brasilien, darunter auch zehn Sportsoldaten aus bayerischen Vereinen.

Bei der Militär-Weltmeisterschaft wurden die dritten Plätze über das Repechage, einem Hoffnungspool ausgekämpft. In diesem Pool durften alle, die gegen die Finalisten eine Niederlage einstecken mussten, um die Bronzemedaille kämpfen.

Betreut wurde das deutsche Team von Sergej Kolb, dem Bundestrainer der  Bundeswehr, und seinem Vorgänger Georg Streif, Herren-Bundestrainer der DTU. Als Chef der Mission sorgten Wolfram Henkies und Team Captain Carina Schwarz für bestmögliche Bedingungen. Als internationale Kampfrichter waren Uwe Neumann (Karlsfeld) und Savas Gürüz (Hamburg) in Rio.

Für Rabia Bachmann (TKD Özer Nürnberg) lief in Rio nahezu alles nach Plan. In der Damenklasse bis 62 kg konnte sie sich im ersten Kampf gegen Elena Evlapyeva aus Russland mit 8 zu 6 Punkten durchsetzen. Im Halbfinale bezwang sie dann Barbara Dias aus Brasilien relativ deutlich mit 14 zu 8 Punkten. Beim Kampf um die Goldmedaille unterlag die Nürnbergerin dann mit 5 zu 12 Punkten gegen Ashley Kraayeveld aus Kanada. Herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille.

Nach einem Freilos stand Vanessa Körndl (Tiger and Dragon) in der Damenklasse bis 67 kg bereits im Halbfinale und konntes sich dort gegen die Chinesin Liyuan Huang mit 12 zu 10 Punkten durchsetzen. Im Finale unterlag Vanessa dann aber knapp mit 21 zu 25 Punkten. Herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille.

Nicht ganz so gut lief es für Anna-Lena Frömming (TKD Özer Nürnberg), die in der Damenklasse bis 57 kg im ersten Kampf gegen Anisiia Chelokhsaeva aus Russland mit 3 zu 7 Punkten das Nachsehen hatte. Im Repechage konnte sich Anna-Lena dann zunächst gegen Genesis Andujar aus der Dominikanischen Republik durchsetzen und bezwang dann beim Kampf um die Bronzemedaille auch noch Devon Lewis aus den USA. Herzlichen Glückwunsch zur Bronzemedaille.

Bei den Damen bis 53 kg gewann Roxana Nothaft (KSC Leopard Nürnberg) ihren ersten Kampf gegen die Kanadierin mit 10 zu 3 Punkten. Danach unterlag sie gegen Wanxia Chen, der späteren Militär-Weltmeisterin aus China, mit 5 zu 10 Punkten. Im Repechage ließ sie dann Madushani aus Sri Lanka keine Chance. Sie gewann den Kampf um die Bronzemedaille vorzeitig mit 30 zu 6 Punkten. Herzlichen Glückwunsch.

Nach einem vorzeitigen Sieg gegen Silvere Touembou (Kamerun) hatte Tahir Gülec (TKD Özer Nürnberg) in der 80-kg-Klasse gegen Jiannam Huang, dem späteren Militär-Weltmeister aus China, im Sudden Death das Nachsehen. Im Repechage drehte der Nürnberger noch einmal auf. Nach einem Sieg gegen Niklas Poland aus den USA gewann er nach einem weiteren Sieg gegen Erfan Nazemi aus dem Iran die Bronzemedaille – herzlichen Glückwunsch.
Abdullatif Sezgin (KSC Leopard Nürnberg) gewann in der Herrenklasse bis 58 kg seinen ersten Kampf gegen Nour Rahem aus Algerien relativ deutlich mit 18 zu 11 Punkten. Im Viertelfinale unterlag er dann aber mit 6 zu 20 Punkten gegen Aleksei Rudnik aus Russland. Da der Russe am Ende nicht ins Finale kam, blieb dem Nürnberger der Weg ins Repechage versperrt.

In der Herrenklasse bis 74 kg gewann Adnan-Karim Hamza (KSC Leopard Nürnberg) seinen ersten Kampf gegen Jayasinghe aus Sri Lanka vorzeitig mit 33 zu 3 Punkten, musste dann aber im Viertelfinale gegen Nikita Kriveychenko aus Russland ebenfalls eine vorzeitige Niederlage einstecken. Da der Russe sich am Ende die Goldmedaille holte, stand dem den Nürnberger der Weg ins Repechage offen. Dort bezwang er dann Khaled Aissa aus Tunesien deutlich mit 18 zu 4 Punkten. Zum Kampf um die Bronzemedaille konnte Adnan-Karim dann aber nicht mehr antreten. 

Daniel Chiovetta (MDK Bad Windsheim) verlor bei den Herren bis 54 kg seinen ersten Kampf gegen den Russen Dmitrii Pastukhov mit 8 zu 16 Punkten. Im Viertelfinale musste der Russe ebenfalls eine Niederlage einstecken.

Bei den Herren bis 68 kg verlor Malik Gülec (TKD Özer Gülec) seinen ersten Kampf gegen Ghazi Alasmari aus Saudi-Arabien. Sein Gegner unterlag dann bei seinem nächsten Kampf. 

Nach einer knappen 5-zu-6-Niederlage gegen Enkh-Amgalan Buyandelger kam für Jordanis Konstantinidis (TSV 1865 Dachau) das vorzeitige Aus. Nachdem der Mongole im Halbfinale eine Niederlage einstecken musste, musste der Dachauer seine Hoffnungen auf das Repechage begraben.

Das deutsche Team gewann am Ende insgesamt drei Silber- und vier Bronzemedaillen Mit der Anzahl der Medaillen und den gezeigten Leistungen waren die beiden Bundestrainer sehr zufrieden.